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Entwicklung einer evidenzbasierten Leitlinie der Stufe 3 zur
Therapie der Psoriasis vulgaris

 

Im Februar 2004 startete das Projekt zur Entwicklung einer evidenzbasierten Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris, womit die dEBM von der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) und des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen (BVDD) beauftragt wurde. Mittlerweile ist die S3 – Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris fertiggestellt. Eine Veröffentlichung in deutscher Sprache sowie die Übersetzung ins Englische sind bis Juli 2006 geplant.

Ziel der Erstellung von Stufe 3 Leitlinien ist es, eine wissenschaftlich fundierte, evidenzbasierte Grundlage unter Berücksichtigung der Lebensqualität des Patienten für Arzt und Patient zu schaffen, mit Hilfe derer ein für den einzelnen Patienten zugeschnittenes Therapieschema gewählt werden kann.

Die Erstellung dieser Leitlinie erfolgte nach den methodischen Vorgaben der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) und des Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ). Die deutsche Leitlinie orientiert sich an den Ergebnissen der niederländischen S 3 – Leitlinie “ Richtlijn Foto(Chemo-) Therapie en systemische Therapie bij ernstige chronische Plaque Psoriasis“, die im Jahr 2003 publiziert wurde. Diese diente als strukturelle Grundlage, wurde jedoch inhaltlich aktualisiert und um das Therapiespektrum hinsichtlich topischer Therapien, Kombinationstherapien, neuerer Therapieansätze bei Biologics u.a. erweitert.

Arbeitsschritte im Jahr 2004

Eine Übersetzung der niederländischen Leitlinie war erforderlich, um in den Arbeitsgruppen abzuklären, inwieweit die Erkenntnisse der niederländischen Arbeitsgruppe als Grundlage der zu erstellenden deutschen Leitlinie gelten konnten. Dies erfolgte standardisiert nach dem AGREE (Appraisal of Guidelines for Research & Evaluation) – Instrument.

Bei einem ersten Treffen im Sommer 2004 fand die Bildung der Leitliniengruppe statt. Hierfür wurden von der DDG und dem BVDD 5 niedergelassene Dermatologen vom BVDD und 5 Dermatologen aus der Klinik von der DDG nominiert. Diese „5 + 5 Gruppe“ legte das Therapiespektrum fest. Unterstützt wurde die „5+5 Gruppe“ methodisch und logistisch durch das Leitlinienkoordinierungsteam der dEBM.

Anschließend führte die dEBM entsprechend den Beschlüssen des ersten Treffens eine umfangreiche und komplette Literatursuche zu allen publizierten Therapiestudien zur Psoriasis vulgaris durch. Hierzu wurden die Datenbanken der Cochrane Collaboration, MedLine und Embase genutzt. Nach definierten Ein- und Ausschlusskriterien sortiert, wurde die Literatur anschließend kritisch anhand von vorgegebenen Evidenztabellen und Bewertungskriterien von der „5+5 Gruppe“ beurteilt. Aufbauend auf der bewerteten Literatur erfolgte dann die Formulierung von Therapieempfehlungen, denen wiederum Empfehlungsgrade zugeordnet wurden.

Nach zwei weiteren Treffen im Jahre 2004 wurden erste Vorschläge zu der Leitlinie formuliert.

Arbeitsschritte im Jahr 2005:

Eine erweiterte Gruppe neben den Dermatologen wurde konstituiert, bestehend aus einem multidisziplinären Team von Psoriasis-Patienten, Pflegekräften, Rheumatologen, Psychosomatikern, Vertretern der Gesetzlichen Krankenkassen und der Ärztekammer.

Die erste Konsensuskonferenz fand unter der Moderation von Frau PD Dr. med. I. Kopp von der AWMF im Juni 2005 statt. Hierbei wurden erste Vorschläge erarbeitet und gemeinsamen beurteilt. Dank der Mitarbeit aller Beteiligten gelang es bei einer weiteren Konsensuskonferenz Ende August 2005 eine erste Version der Leitlinie zu erstellen.

Ende des Jahres wurde die Leitlinie zum inhaltlichen Peer - Review an verschiedene unabhängige Experten, benannt von DDG, BVDD und vom Psoriasis Bund e.V., gegeben. Ein Methodisches Review erfolgte ebenfalls von 2 Experten, benannt von der dEBM.

Bisherige Arbeitsschritte im Jahr 2006:

Bei der abschließenden Konsensuskonferenz im Januar 2006 wurde unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus dem Experten - Review die endgültige Fassung der Leitlinie beschlossen.
Nach redaktioneller Überarbeitung seitens der dEBM und abschließender Autorisierung durch die Verfasser der einzelnen Kapitel ist nun die Publikation der deutschen S 3 – Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris für Juni 2006 geplant.
Zudem sind eine Übersetzung ins Englische und eine gesonderte Version für Patienten in Arbeit.

Da die Implementierung und die Evaluation einer Leitlinie wichtige Aspekte der leitlinienorientierten Medizin darstellen, wurden zur Umsetzung der Empfehlung verschiedene Implementierungsszenarien der Leitlinie geplant. In diesem Rahmen wird ab Mitte März 2006 eine Evaluationsstudie durchgeführt. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Beteiligte Institutionen, Gesellschaften und Kooperationspartner:

Kontakt:

Die Koordination der Leitliniengruppe erfolgt durch Herrn Dr. med. A. Nast,
die methodische Leitung übernimmt Herr Prof. Dr. med. B. Rzany Sc.M.

Herr Dr. med. Alexander Nast
Tel.: +49 (0) 30 450 518 306
Fax: +49 (0) 30 450 518 927

Prof. Dr. med. Berthorld Rzany Sc.M.
Tel.: +49 (0) 30 450 518 273
Fax: +49 (0) 30 450 518 927

 

 
 

 

 

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letzte Änderung: 23-Sep-2009

 

 

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